Ziele – Chiemgauer Alpen: Kühle Seen, Flüsse und Wasserfälle – erfrischende Ziele im Chiemgau

von | 30. Juli 2020 | Allgemein, Mountainbike, Wandern, Wandertouren, Ziele

Der Sommer ist endlich da und sorgt mit Temperaturen rund um die 30°C Marke für beste Urlaubsstimmung. Wem das bereits zu heiß ist, der greift entweder zum Ventilator oder schaltet die Klimaanlage ein. Eine weitaus nachhaltigere und umweltfreundlichere Abkühlung bieten sowohl Berge als auch Seen. Vor allem im Chiemgau finden sich davon zahlreiche Beispiele, die nicht nur an den richtig heißen Sommertagen ein lohnenswertes Ziel darstellen. Wir stellen euch eine kleine Auswahl kurz vor. Weitere Infos rund um Bike- und Wandertouren bieten verschiedene Themenkarten, die kostenlos beim Chiemgau Tourismus bestellt werden können. Unter der Rufnummer 0861-9095900 gibt’s zudem hilfreiche Tipps für einen gelungenen Aufenthalt im Chiemgau.

Frillensee – zweitkältester See in ganz Mitteleuropa

Der Frillensee bei Inzell ist der kälteste See im Chiemgau und der zweitkälteste in ganz Mitteleuropa. Abgeschirmt von hohen Gipfeln gelangen nur wenige Sonnenstrahlen bis auf die Wasseroberfläche, weshalb dessen Temperatur nur selten wärmer wird als zwölf Grad. Auch wenn das Baden nicht erlaubt ist, kann man zumindest die Füße ins kühle Nass stecken. In einer guten halben Stunde erreicht, ist der Weg dorthin vor allem für die Kids ein abwechslungsreiches Abenteuer. Denn an insgesamt 18 Stationen können die Kleinen zum Beispiel testen, wie weit sie auf dem weichen Waldboden springen können und sich mit Fuchs und Reh vergleichen. Für die Erwachsenen lockt zudem der Biergarten am Forsthaus Adlgaß mit kühlen Getränken und regionalen Schmankerln.

Taubensee: höchstgelegener See auf der Landesgrenze

Der höchstgelegenen See im Chiemgau befindet sich genau auf der Landesgrenze zwischen Österreich und Deutschland. Idyllisch auf über 1.100 Metern gelegen dauert der Zustieg von Reit im Winkl aus rund zweieinhalb Stunden. Über den “Kroatensteig” von Schleching aus geht es etwas schneller, dafür ist dieser Weg aber deutlich steiler. Die alten Schmugglerpfade machen somit Trittsicherheit und gutes Schuhwerk erforderlich. Als Belohnung lockt an heißen Tagen nicht nur ein Bad im sogenannten “Auge des Chiemgaus”, sondern auch ein kaltes Bier in der Taubenseehütte.

Staubfall: versprüht jede Menge Wanderspaß

Der höchste Wasserfall des Chiemgaus misst stolze 200 Meter. Die Besonderheit: Der Weg, ein alter Schmugglerpfad zwischen Bayern und Österreich, führt direkt hinter bzw. unterhalb des Wasserfalls entlang. Je nach Witterung schweben schwere oder sehr feine, fast nebelartige Tropfen über den Aussichtspunkt. Einem Phänomen dem der Wasserfall seinen Namen verdankt. Die Wanderung von Laubau bei Ruhpolding dauert insgesamt rund zwei Stunden.

© Chiemgau Tourismus e.V.

Tiroler Ache: Ein Hauch von Strandurlaub in Rimini

Der gut ausgebaute Radweg auf dem Damm entlang der Tiroler Ache bietet vor allem zwischen dem Chiemsee und Marquartstein ein doppeltes Vergnügen: Einerseits unverstellte Blicke auf die Chiemgauer Alpen und andererseits viele (einsame) Kiesbänke, auf denen es sich wunderbar Picknicken und Sonnenbaden lässt. Natürlich lockt der natürliche Gebirgsfluss auch mit einer Abkühlung. Aber Vorsicht vor dessen Strömung. Nach gut zehn Kilometern führt de Tiroler Ache quer durch Auen und Moose, bis man schließlich bei Schleching im Ortsteil Ettenhausen zum Schmugglerweg gelangt. Von dort aus geht es dann zu Fuß und bei einer einstündigen Wanderung zum Achendurchbruch.

© Chiemgau Tourismus e.V.

Rauschberg: Holzgeister auf kühlen 1.645 Metern

Auf dem Gipfel des Rauschbergs bei Ruhpolding wartet Kölli, der Holzgeist. Auf eineinhalb Kilometern, die auch für Kinderwägen geeignet sind, vermittelt der “Holzgeisterweg” anschaulich, warum Totholz so wichtig ist.

© Chiemgau Tourismus e.V.

Auf den Gipfel hinauf führt die Rauschbergbahn, wo es mitunter bis zu sechs Grad kühler als im Tal sein kann. Ein Ausflug, der hungrig macht auf mehr und mit einer Einkehr im Rauschberghaus noch abgerundet werden kann.

Quelle: Chiemgau Tourismus e.V.