Ratgeber – Sidas Einlagen: Gut zu Fuß, ist halb gewandert – warum die Einlegesohle so wichtig ist!

von | 09. Oktober 2020 | Neues, Outdoornews, Ratgeber, Wandern

Wandern – es gibt wohl kaum eine andere Bewegung, bei welcher der Fuß so dermaßen an die eigenen Grenzen gelangt. Bergauf, bergab, über Steine, durch Wasser, Balancieren und Springen … kein Wunder, dass man abends gerne die Schuhe abstreift und die müden Füße neben dem Weißbier auf das Bänkchen bettet. Wer allerdings Blasen oder Druckstellen mit in die Hütte bringt, schaut spätestens am nächsten Morgen in die Röhre. Denn auch kleinste Reibungen können sich zu fiesen Wunden entwickeln und dem Wanderglück ein jähes Ende setzen. Doch nicht immer sind schlecht sitzende Schuhe oder falsch gewähltes Sockenmaterial schuld an solch einem Dilemma. Häufig liegt es an einer nicht zu 100% optimalen Passform, wodurch der Fuß im Schuh hin und her rutscht. Nur was kann man dagegen tun? Und wie erhöht man die Passform des Schuhs jenseits von Außenmaterialien, Sockenwahl oder Supination und Pronation? Wir zeigen euch, wie ihr im Innenleben für mehr Wohlbefinden und maximalen Tragekomfort sorgen könnt – ohne die Performance zu beeinträchtigen.

Eine Standardsohle für alle Fußformen? Bloß nicht!

Viele Bergsportler, Trekking-Fans und Wanderfreunde sind der Überzeugung, dass sich eine optimale Passform vor allem über die jeweils gewählte Breite, Länge und Höhe eines Schuhs erreichen lässt. Weit gefehlt, denn da ist noch einiges an Luft nach oben offen. Neben unterschiedlichen Ausprägungen beim Spann und der individuellen Breite der Zehen sowie Fersen ist es vor allem das Fußgewölbe, das bei jedem Menschen ganz individuell ausfällt und den Tragekomfort unmittelbar beeinflusst. So gibt es neben Füßen mit niedrigem Fußgewölbe – vom Orthopäden zumeist als “Senk- oder Plattfuß” bezeichnet. Mit Blick auf diese Vielfalt überrascht es ein wenig, dass nun alle mit der ab Werk mitgelieferten und vor allem flach gehaltenen Einlege- bzw. Hygienesohle glücklich werden sollen. Das kann nicht sein, und das muss auch nicht sein.

© Sidas

Die sprichwörtliche “Lücke” zwischen Schuh und Fußform kann in der Regel eine passende Einlegesohle schließen, die im besten Falle sogar individuell an den Träger angepasst wurde. Deren Aufgabe ist es, das dauerhaft beanspruchte Fußgewölbe zu unterstützen und somit ein Absinken aktiv zu verhinden, sollte der Fuß ermüden. Schließlich schleppt er unser gesamtes Körpergewicht und das mitunter stundenlang. Beim beim Laufen sogar das Vier- bis Sechsfache. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn die Füße nach einer ausgedehnten Wandertour oder einem langen Tag abends ordentlich schmerzen. Oder eben spätestens am Morgen, sobald man den ersten Schritt wagt.

Custom made – perfekt angepasste Sidas Sohlen.

Während man beim Schuh selbst bereits bei der Anprobe die richtige Entscheidung treffen sollte, kann man hinsichtlich der Einlegesohle später noch nachjustieren. So hat zum Beispiel der französische Spezialist für Schuhanpassung, Sidas, verschiedene Optionen im Sortiment. Bereits das einfachste Sohlen-Modell „3D“ ist vorgeformt und unterstützt das Fußgewölbe. Die Version „3Feet“ geht wortwörtlich ein Stück weiter und berücksichtigt die individuelle Form des Fußgewölbes. Die Königsdisziplin ist hingegen die individuell angepasste „Custom“ Sohle. Diese berücksichtigt auch andere und vor allem persönliche Merkmale des Fußes, indem quasi ein Negativ abgebbildet wird. Hierfür wird beim Fachhändler eine Art individueller Abdruck erstellt, in dem erst den Fuß vermessen, die Sohle anschließend erwärmt und dann an den Fuß angelegt wird. Das nach dem Abkühlen fertige Fußbett wird dann anhand der ursprünglich im Schuh mitgelieferten Sohle perfekt angepasst.

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Wer nicht weiß, welche Art an Fußgewölbe man besitzt und welche Sohle die beste Wahl wäre, kann sich wahlweise beim Fachhändler beraten lassen oder es ganz einfach selbst herausfinden. Hierfür braucht man sich einfach nur mit nassen Füßen auf eine Fliese, ein dunkles (Lösch)Papier oder ein Stück Stoff stellen. Je nachdem wie ausgeprägt die Wölbung ist, variiert dann der zu sehende Abdruck. Der kompetente Händler hingegen hat einen professionellen Blick dafür, welchen Auftritt man bevorzugt – oder aber misst per Gerät das Fußgewölbe fachmännisch aus. Bei Sidas wird je nach Form in drei unterschiedliche Sohlen-Versionen unterschieden: low, mid und high. So reicht die Palette der angebotenen Modelle von wenig bis viel Unterstützung für das Fußgewölbe.

Und was genau bringt jetzt eine optimal passende Einlegesohle?

Erst einmal ausgetauscht, verhindert die Einlegesohle bei dauerhafter Belastung ein Absinken des Fußgewölbes und dadurch ein allzu schnelles Ermüden der Muskulatur. Darüber hinaus bleibt der Körper ausgerichtet, was neben erhöhter Passform und Komfort zu mehr Leistungsfähigkeit führt. Ganz wichtig: Die Sohlen von Sidas unterstützen den Körper bzw. die Füße nur aktiv, sie korrigieren diese jedoch nicht. Bei anatomisch zu kompensierende Beschwerden wie bspw. im Falle einer entzündeten Achillessehne oder einer Plantarfasziitis muss der Schulmediziner bzw. Profi ran und eine orthopädische Einlegesohle anfertigen.

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Dank der durch die Einlegesohle verbesserten Passform im Schuh kommt es auch zu erheblich weniger Reibung oder ein Anstoßen der Zehen an die Zehenbox. Das ist vor allem beim Bergabgehen entscheidend. Wer sich jedoch trotz neuer Sohle immer noch mit blauen Zehennägeln, Blasen oder anderen Problemen herum plagt, der wird bei Sidas ebenfalls fündig. Denn für die einzelnen Zehen gibt es spezielle Überzieher aus Silikon – und schon hat man die Füße schön. Darüber hinaus sorgen Cremes für eine willkommene Regeneration nach einer Tour oder für die Blasen-Prophylaxe vor dem Start.

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Selbst für die häufig unterschätzte Schuhhygiene haben die Franzosen etwas im Programm. So ziehen Trockner mit Zedernholz oder Strom die Feuchtigkeit aus den Schuhen und lassen die Schuhe schneller trocknen, um das Material zu schonen und Bakterien keine große Überlebenschance zu geben. Käsefüße adieu.

Quelle: Ulrike Hahn / Sidas