Seven Summits der Alpen: Mit Alexander Römer unterwegs

von | 05. Juli 2010 | Allgemein

Sieben Alpenländer und die sieben höchsten Gipfel in 30 Tagen. Alexander Römer, staatl. gepr. Berg- und Skiführer und Kenner der Alpen, hat die Idee für die Besteigung der Seven Summits der Alpen entworfen.

Wir haben in unseren Alpen fantastische Berge, durchaus anspruchsvoll und für jede Könnensstufe etwas dabei.

Die höchsten sieben Gipfel der Kontinente, bekannt als die Seven Summits, sind meist nur für „Sammler“ mit dickem Geldbeutel möglich. Denn für alle Seven Summits der Alpen bekommt man lediglich einen der sieben höchsten Gipfel der Welt. Die Seven Summits der Alpen hingegen sind nicht nur erheblich günstiger, sondern für alle sportlichen Bergsteiger mit Biss und einem gutem Trainingszustand auch ohne jahrelange Vorbereitung zu erklimmen.

Auf den Spuren der Erstbesteiger erklimme ich im Juli 2010 in 30 Tagen, gemeinsam mit ausgewählten Gästen und einem Kameramann, die sieben einzigartigen Alpengipfel.

Die höchsten Alpengipfel
Ganz im Osten lockt die Besteigung des Triglav (Slowenien), mit seinen 2.864 m der perfekte Start für alle Seven Summits Sammler. Weiter westlich erwarten uns die Besteigungen des Großglockners (Österreich), der Zugspitze (Deutschland) und – ein Geheimtipp im Heidiland – die Vordere Grauspitze, Lichtensteins höchster Berg. Gut trainiert und akklimatisiert wagen wir uns an ein weiteres Traumziel jedes Bergsüchtigen: den Gran Paradiso in Italien. Er steht nicht nur in einer traumhaft schöne Alpenregion mit einer Vielzahl an endemischen Pflanzen und Tieren, sondern ist auch der erste Gipfel der Seven Summits, der über die magische 4000er Grenze ragt. Die sicherlich größte alpine Herausforderung der Seven Summits der Alpen finden wir in der Schweiz mit der Dufourspitze. Einer der längsten Gipfelanstiege der Alpen mit kurzen aber schwierigen Kletterpassagen. Zum Schluss noch die Krönung der Sammel-leidenschaft: der Montblanc in Frankreich und zeitgleich höchster Gipfel der Alpen.

Update #1:
Alexander Römer ist gestern (05.07.) nach Slowenien aufgebrochen, um als ersten Berg den Triglav zu besteigen.

Update #2: Montag, 12. Juli:
Alexander Römer ist zurück von den ersten beiden Besteigungen: „Heute bin ich zu einem kleinen Zwischenstopp Zuhause. Jetzt werden alle ‚Batterien‚ aufgeladen und am Dienstag geht’s weiter auf die Zugspitze. Danach folgt Lichtenstein und der erste 4000er in Italien.
Im Moment sind wir mehr als im Zeitplan. Der Triglav ´war ein langer Anstieg aber wunderschönes Wandergelände und den Großglockner konnten wir auf dem Weg der Erstbesteiger in einem Tag bewältigen. So wie es aussieht, haben wir auch weiterhin super Wetter.“

Update #3: Samstag, 17. Juli:
Alex Römer hat auch die Zugspitze erfolgreich erklommen, auch wenns am ersten Tag im Reintal ein bisschen Sahara-Feeling gab: „Leider hatten wir am Gipfeltag nicht so ein Glück mit dem Wetter. Nur ein paar kleine sonnige Abschnitte, als wir am Gipfel standen. Den restlichen Tag wanderten wir in den Wolken bei angenehmen Temperaturen von 25° Grad. Dafür war der erste Tag zur Hütte fast nicht auszuhalten. Im Schatten zeigte das Thermometer im Reintal über 35° Grad.

Update #4: Donnerstag, 29. Juli:
Sechs von sieben Gipfel wurden erklommen. Nach der vorderen Grauspitze, dem Gran Paradiso und der Dufourspitze heisst es jetzt Warten auf besseres Wetter am Mont Blanc. So muss Bergsteigen vor 100 Jahren ausgesehen haben: Kein Weg, kein Wegweiser, dafür um so mehr Steinböcke. Wunderschöne Hütte mit italienischem Flair, vorzüglichem italienischem Essen und Gipfelkletterei mit typischen italienischem Chaos. Weit steil schmal: Die drei wesentlichen Attribute des höchsten Gipfel der Schweiz und der zweithöchsten Erhebung der Alpen.

Update #5: Montag, 02. August:
In nur 26 Tagen alle Seven Summits der Alpen bestiegen. Der Mont Blanc als krönender Abschluss bei super Wetter. Was will man mehr.

Quelle: Alexander Römer – alpinwerkstatt.de