Testbericht – YETI Hopper Flip 12: Leichte Outdoor-Kühlbox mit enormer Kühl- oder Wärmeleistung

von | 25. Oktober 2022 | Testberichte, Gadgets, Highlight

Ein eiskaltes Feierabendbier, knackige Schokolade und ein frisches Käsebrot – so sehen die Erwartungen in der Regel aus, wenn man an einem lauen Sommerabend die Isolierbox öffnet, um es sich draußen in der Natur an einem Baggersee, im Park oder an einem Fluß gemütlich zu machen. Blöd nur, wenn auf dem Weg zum Ziel die darin mitgeführten Speisen und Getränke der aktuellen Außentemperatur nacheifern. Die Laune verdorben, der Abend gelaufen und das wohlverdiente Picknick ist wieder einmal an der Billigkühlbox aus dem Baumarkt gescheitert. Zu schwer, zu sperrig und dann auch noch unzuverlässig was die Kühlleistungen betrifft. Denn keine paar Stunden nach dem man alles frisch und mit Kühl-Akkus bestückt verpackt hat, lachen einen labbriges Gemüse, geschmolzene Süßigkeiten und lauwarme Hopfenschorle an.

Testbericht - YETI Hopper Flip 12: Leichte Outdoor-Kühlbox mit enormer Kühl- oder Wärmeleistung

© Nick Kelley / YETI

Spätestens in solch einem Moment wird klar: Es ist Zeit für einen längst fälligen Wechsel. Funktionale und vor allem sehenswerte Abhilfe verspricht die US-amerikanische Outdoor-Marke YETI aus Texas, die ihr Sortiment an Isolierbechern, Thermoskannen und unkaputtbare Kühlboxen in diesem Sommer mit einer „bewegungsfreudigen“ Soft Cooler Serie ergänzt hat. Neben der Kühltasche Hopper M30 und dem Kühlrucksack Hopper M20 wollen die Isolierexperten auch mit der Hopper Flip überzeugen.

Eine stylische Outdoor-Kühlbox mit maximaler Kühl- oder Wärmeleistung, die verhältnismäßig wenig Gewicht auf die Waage bringt und perfekter verarbeitet ist. Hinzu kommen reißfestes Außenmaterial, wasserdichte Reißverschlüsse und eine einzigartige Magnet-Verschluss-Technologie. Wir haben die 12 Liter Version des Soft Coolers für euch getestet und haben diesen Sommer bei so manchem Sonnenuntergang am Chiemsee mit eisgekühltem Bier angestoßen.

Über YETI Coolers, LLC – Tochtergesellschaft der börsennotierten YETI Holdings, Inc.

Die Marke YETI wurde im Jahr 2006 mit der Mission gegründet, eine passive und ohne Strom oder Batterie auskommende Kühlbox für anspruchsvolle Outdoor-Enthusiasten zu bauen. Die größten Fans und Kritiker waren die Erfinder dabei selbst: Roy und Ryan Seiders sind nicht nur Brüder, sondern auch leidenschaftliche Angler und tüftelten damals in der väterlichen Garage an einem geeigneten Prototyp. Heute, 16 Jahre später, fertigen sie mit ihrem Unternehmen nicht nur High-End Cooler, sondern haben das Portfolio um innovative Kühltaschen, Drinkware, Taschen und Camping-Equipment erweitert.

Testbericht - YETI Hopper Flip 12: Leichte Outdoor-Kühlbox mit enormer Kühl- oder Wärmeleistung

© Nick Kelley / YETI

Immer mit dem Fokus auf kompromisslose Qualität, maximale Langlebigkeit und darüber hinausgehende Werte. Im Rahmen einer schrittweisen Internationalisierung ist YETI aktuell dabei, den Vertrieb seiner Produkte auch auf den europäischen Märkten weiter auszubauen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Marke hingegen bereits seit 2021 aktiv.

YETI Hopper Flip 12 – vielseitige Kühltasche mit Top-Verarbeitung und maximaler Isolationsleistung

Die Outdoor-Marke YETI ist weltweit bekannt für ihre unverwüstlichen und leistungsstarken Kühlboxen. Doch während die robusten Hard Cooler die richtige Wahl für die Grillparty zu Hause, für den Angel- Ausflug, für die Jagd und natürlich fürs Basecamp sind, fehlte es bisher irgendwie an „tragbaren“ Lösungen. Denn wer schleppt schon gerne zentnerschwere Gegenstände zu den entlegendsten Plätzen, um dort ein kaltes Bier zu genießen. Seit September gibt es nun auch eine leichtere, angenehmer zu tragende und nicht minder gut isoliernede Alternativen im Sortiment der Texaner. Neben Taschen- und Rucksack-Modellen für aktive Tagesausflüge über Stock und Stein auch eine Kühlbox: den Soft Cooler „Hopper Flip“. Dieser ist im Gegensatz zu herkömmlichen Kühlboxen mit rund 1,3 Kilo deutlich leichter und bei weitem nicht so sperrig was die Maße betrifft.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Dennoch soll der Soft Cooler mit seinem Volumen von jeweils 8, 12 oder 18 Litern sowohl Speisen als auch Getränke zuverlässig und vor allem dauerhaft kühl (oder warm) halten. Vor allem in Kombination mit den eigens dafür entwickelten Yeti Thin Ice Kühlakkus, die extra dünn und besonders leichtgewichtig ausfallen. Dafür sorgt allein die leistungsstarke ColdCell-Schaumstoffisolierung, die wie eine in sich geschlossene Gummizelle funktionieren und die Kälte im Vergleich zu herkömmlichen Kühltaschen sehr gut halten soll. Zudem ist die Zelle auslaufsicher und das Eis kann auch an warmen Sommertagen über viele Stunden lang gefroren bleiben. Obendrein ist die Beschichtung resistent gegen Schimmel und lässt sich mit Wasser und etwas Spülmittel ganz einfach reinigen.

Testbericht - YETI Hopper Flip 12: Leichte Outdoor-Kühlbox mit enormer Kühl- oder Wärmeleistung

© YETI

Geschützt wird der Inhalt von einem überaus robusten DRYHIDE™ Außenmaterial, das nicht nur durch seine wasserdichten Eigenschaften überzeugen kann, sondern auch stich- und abriebfest sowie UV-resistent ist, um die Farbe dauerhaft zu erhalten. Dank der extragroßen Öffnung mit umlaufendem, nahezu unzerstörbaren und wasserdichten HYDROLOK™ Reißverschluss lässt sich die Kühlbox zudem komfortabel befüllen und entleeren. Ergänzt wird das alles noch von zahlreichen praktische Accessoires wie die wasserdichte Sidekick Dry Seitentasche zum Verstauen von Smartphone, Schlüssel und Co., dem Rambler Flaschenhalter und einem extrabreiten, gepolsterten Schulterriemen für den besonders bequemen Transport von A nach B.

7 Tipps für eine optimale Kühl- oder Wärmeleistung des YETI Soft Coolers

1. Die Kühltasche am besten vor dem Einsatz bereits vorkühlen oder generell in einem kühlen Raum / Keller lagern

2. Idealerweise vorgekühlte Lebensmittel verwenden.

3. Faustformel: 1/3 Inhalt und 2/3 Eis – dabei spielt es keine Rolle ob Original YETI Eis-Akkus oder einfach in einem Plastikbeutel verpackte Eiswürfel.

4. Grundsätzlich sollte Pack-Reihenfolge beachtet werden: Also erst die Eis-Akkus, dann das kälteste Lebensmittel direkt darauf platzieren. Dann Eiswürfel und als nächste Schicht die Getränke/Lebensmittel und zum Schluss noch die Leerräume mit Eis aufzufüllen.

5. „Luft ist der natürliche „Feind“, weshalb der Soft Cooler bis an den Rand mit Eis befüllt oder alternativ mit Handtüchern oder Matten aufgefüllt werden sollte.

6. Kühltasche bzw. Kühlrucksack bei Nicht-Gebrauch ordentlich schließen und bestenfalls nicht in die direkte Sonne stellen.

7. Schmelzwasser nicht abgießen, denn auch das ist eisig kalt und kann den Inhalt noch über Tage/Stunden kalt halten (Fleisch oder lose Lebensmittel natürlich aus dem Wasser nehmen).

Das af-Testurteil von Veit: gut isolierte Kühlbox für jede Gelegenheit im lässigen Design

Weniger ist bekanntlich mehr. Und beim YETI Hopper Flip 12 bedeutet weniger Gewicht und weniger Schnicksack zugleich auch mehr Isolation. Vorbei sind die Zeiten des Herumschleppens elendig schwerer und unpraktischer Plastikbomber aus dem Baumarkt, die höchstens mithilfe eines Stromanschlusses sowohl Speisen als auch Getränke zuverlässig gekühlt haben. Da man aber in der Regel im Freien eher selten eine Steckdose findet, bleibt eben nur die autarke Kühllösung, bei der lediglich Eis-Akkus zum Einsatz kommen können. Und hier kann der Soft Cooler definitiv punkten. Einmal in der stylisch designten Kühlbox platziert, bleiben die gekühlten Bierflaschen oder Lebensmittel dauerhaft frisch. Und das selbst bei direkter Sonneneinstrahlung.

Testbericht - YETI Hopper Flip 12: Leichte Outdoor-Kühlbox mit enormer Kühl- oder Wärmeleistung

Der Grund hierfür ist das auf den ersten Blick doch irgendwie recht spacig wirkende Innenleben der Kühlbox, das eher an einen Kühlschrank der NASA erinnert als an eine Tragetasche für normalsterbliche Frischluftfans. Der Aha-Effekt folgt spätestens beim Berühren des robusten Gummimaterials. Da steckt jede Menge Schaumstoff dahinter, der die Kälte oder Wärme genau dort hält, wo sie hingehört: ins Innenleben der Kühlbox.

Testbericht - YETI Hopper Flip 12: Leichte Outdoor-Kühlbox mit enormer Kühl- oder Wärmeleistung

Daran ändert auch der umlaufende Reißverschluss nichts, denn dank wasser- und luftdichter Konstruktion entstehen hier keine unerwünschten „Kältebrücken“, über den die kalten Temperaturen aus dem Innern ungehindert nach außen gelangen können. Zugleich sorgt aber auch das extrem robuste Außenmaterial für eine weitere Barriere, die sowohl den Inhalt isoliert als auch die Kühltasche selbst vor scharfkantigen Elementen schützt. Davon sind offenbar auch die Entwickler so sehr überzeugt, dass sie auf der Vorderseite der Kühlbox zwei „Daisychain-Elemente“ platziert haben, über die man an Karabinern befestigte Utensilien befestigen kann.

Testbericht - YETI Hopper Flip 12: Leichte Outdoor-Kühlbox mit enormer Kühl- oder Wärmeleistung

Generell wirkt die Kühlbox haptisch wie auch verarbeitungstechnisch extrem hochwertig. Man weiß also was man in der Hand hält und wofür man bezahlt hat. Das schlägt sich leider auch deutlich im Preis nieder. Dafür bekommt man aber auch eine Kühltasche geboten, die ein Leben lang hält und getrost an die nächste Generation weitergegeben werden kann. Die für unsere Begriffe sinnvollste Form der Nachhaltigkeit. Nur hätten wir vermutlich beim Trageriemen die Elemente aus Hartplastik weggelassen, da diese gerne nach jahrlanger Nutzung brechen oder altersbedingt spröde werden. Dafür trumpft der breite und auf der Innenseite gummierte Riemen durch enorm hohen Tragekomfort. Wer lieber direkt zupackt, kann die Kühlbox aber auch über die seitlichen und auf dem Deckel platzierten Henkel herumtragen.

Testbericht - YETI Hopper Flip 12: Leichte Outdoor-Kühlbox mit enormer Kühl- oder Wärmeleistung

Größter Kritikpunkt ist für uns das etwas unausgewogene Volumen-Stauraum-Verhältnis. Denn aufgrund der dicken Isolierschicht und der empfohlenen Menge an Kühlakkus finden im YETI Hopper Flip 12 gerade einmal ein paar Flaschen Bier nebst einigen Snacks ihren Platz. Das gilt vor allem für die Verwendung von handelsüblichen, oftmals ziemlich dicken Kühlakkus. Wer mehr Verpflegung mitführen und in die freie Wildbahn mitschleppen will, sollte also lieber direkt zur größeren Variante mit 18 Liter Volumen oder einer der stabilen Kühlboxen von YETI greifen. Die allerdings dann wieder eine ordentliche Investition darstellen, auch wenn die Produkte allesamt jeden Cent wert sind.

Gesamtfazit zum Garmont Groove Mid G-DRY – die Vor- und Nachteile im Überblick:

Auch wenn der Anschaffungspreis ordentlich ins Kontor schlägt, der Preis ist definitiv gerechtfertigt. Denn im Gegensatz zu herkömmlichen Kühltaschen und Külboxen bekommt man richtig gute Qualität fürs Geld und ein überaus robustes Produkt für gleich mehrere Generationen.

Testbericht - YETI Hopper Flip 12: Leichte Outdoor-Kühlbox mit enormer Kühl- oder Wärmeleistung

© Nick Kelley / YETI

Das schlägt sich natürlich auch in der Isolierleistung nieder, die sich wirklich sehen lassen kann. In Kombination mit einem tatsächlich vorzeigbaren Design und einem verhältnismäßig leichten Eigengewicht bekommt der Soft Cooler einen sicheren Platz bei jedem Outdoor-Picknick. Nicht zu verachten die Funktion eines „Kühlfachs“ für den Camper-Van, um leicht verderbliche Lebensmittel vor allzu großer Hitze zu schützen.

+ super Materialqualität und Top-Verarbeitung
+ starke Isolierleistung zum Warmhalten oder Kühlen
+ extrem robustes Außenmaterial
+ zeitloses und trendiges Retro-Design
+ verhältnismäßig leicht im Vergleich zu klassischen Kühlboxen

– relativ teuer im Preis
– kein optimales Volumen-Stauraum-Verhältnis
– schwergängiger Reißverschluss

Die Details:
Besonderheiten:
Hitch Point – Raster, HydroLock-Reißverschluss, ColdCell-Isolierung, DryHide Shell außen
Material: Polyethylen, Gummi
Farben: Charcoal, Navy
Maße (B x H x T): 41,3 x  33,0 x 27,3 cm  außen und 36,2 x 21,6 x 26,0 cm innen
Volumen: 8, 12 und 18 Liter (20 Bierdosen – bei einem 2:1 Eis-zu-Dosen Verhältnis)
Gewicht: ab 2,3 kg
Preis: 230,- bzw. 280,- oder 329,95 Euro (UVP)

*Hinweis der Redaktion zur Kennzeichnungspflicht: Die hier getesteten bzw. vorgestellten Produkte wurden uns vom jeweiligen Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt. Über den Produktwert hinaus flossen keine weiteren Zahlungen oder Gegenleistungen. Das Urteil der Redaktion ist dennoch unabhängig und die spezifischen Marken haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte des Testberichts.