Testbericht – Saucony Peregrine 12: Leichter Trailschuh mit energetischem Sohlenkonzept für kürzere Distanzen

von | 11. April 2022 | Allgemein, Testberichte, Trailrunning

Der Wanderfalke (im Engl. Peregrine) zählt mit einer Spitzengeschwindigkeit von mehr als 320 km/h zu den schnellsten Lebewesen auf unserem Planeten. Als „Kosmopolit“ ist die Vogelart zudem eine der am weitesten verbreiteten Tiergattungen der Erde und bis auf die Antarktis auf allen Koninenten zu finden. Sein bevorzugtes Terrain sind gebirgige Landschaften aller Art, wodurch der Wanderfalke der perfekte Namenspatron für das neueste Laufschuh-Modell der US-amerikanischen Sportschuhherstellers Saucony darstellt. Demnach sind Laufsportlerinnen und Laufsportler mit dem Peregrine 12 ungemein schnell, agil und leicht unterwegs. Damit der Trailschuh seinem Vorbild alle Ehre machen kann, wurde das Modell mit einer neu konstruierten Außensohlen-Konfiguration, einer innovativen PWRRUN-Dämpfung und einer komfortablen PWRRUN+ Einlegesohle ausgestattet. Das Ergebnis ist ein leichter Laufschuh für Trailrunner, die schnelle Trainingseinheiten und mittlere Distanzen ins Visier nehmen wollen.

Saucony Perregrine 12 – leichter Trailrunningschuh mit innovativer PWRRUN-Technologie für schnelle Trainingseinheiten

Mit dem neuen Peregrine 12 präsentiert Saucony eine der leichtesten Generationen seines wohl schnellsten Trailrunning-Modells. Ein ausgeklügeltes Gesamtkonzept, das sich vor allem für mittlere Distanzen in den Bergen sowie für schnelle Trainingsrunden auf den Hometrails eignen soll. Dafür sorgt unter anderem das hochatmungsaktive AirMesh-Obermaterial aus recycelten Synthetik-Fasern, das dank dreidimensionaler TPU-Prints für zusätzliche Strapazierfähigkeit und optimale Stabilität sorgt. Auf diese Weise werden Mittelfuß und Ferse sicher an Ort und Stelle gehalten, ohne die Agilität unnötig einzuschränken. Hinzu kommt die innovative FORMFIT-Technologie, die eine perfekte Passform sicherstellen und sich der individuellen Form der Füße anpassen soll. Damit der Tragekomfort dauerhaft hoch ausfällt, verfügt der Peregrine 12 zudem über eine neue, vorgeformte EVA-Einlegesohle mit PWRRUN+ Polsterung. Der Drop von der Ferse bis zum Vorfuß fällt recht flach aus und beträgt lediglich 4 Millimeter.

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Für die nötige Dämpfung und gezielte Entlastung von Muskeln und Bändern wurde eine neuartige PWRRUN-Zwischensohle verbaut, welche die an sie übertragene Energie wieder zurückgibt und somit beim Laufen ein energiegeladenes Gefühl vermittelt. Auf diese Weise wird der Druck optimal auf die Füße verteilt und ein energischer Abstoß in der Forwärtsbewegung unterstützt. Für optimalen Grip im Gelände sind die neutralen Laufschuhe mit einer stark profilierten, hauseignen und 3-teiligen PWRTRAC-Außensohle ausgestattet, die sowohl bei trockenen als auch bei nassen Bedingungen optimalen Halt verspricht. So graben sich die rund 5 Millimeter langen Stollen nicht nur zuverlässig in den Untergrund, sondern sorgen die verschiedenen Materialhärten für ein rundum ausgeglichenes Laufgefühl. Eine hochgezogene, verhätlnismäßig steife Ferse mit Anziehschlaufen für den leichteren Ein- und Ausstieg sowie eine Lacing-Fixierung für die Schnürsenkel runden das leichtgewichtige Gesamtkonzept ab.

Das aF-Fazit von Veit: knackig gedämpfter und leichter Trailschuh mit angenehmer Passform für schnelle Bergsprints

Der Peregrine 12 wirkt auf den ersten Blick relativ schmal und vom Aufbau des Oberschuhs her ziemlich grazil. Besonders auffällig ist dabei die hoch gezogene Ferse, die wie ein Heckspoiler den Race-Charakter unterstreicht. Schlüpft man jedoch in den Laufschuh hinein, wird schnell klar: die Passform ist überraschend genügsam. Soll heißen, auch etwas breitere Füße finden ausreichend Platz und fühlen sich in der verhältnismäßig großzügig angelegten Zehenbox ziemlich wohl. Wobei die recht starre Ferse den Fuß wie ein sportlicher Schalensitz fest im Griff hat. Das liegt vor allem am leicht dehnbaren Mesh-Material, das zugleich auch für die nötige Atmungsaktivität sorgt. Dennoch kopmmt die Stabilität nicht zu kurz, weil die dezent auflaminierten 3D-Overlays die Füße an Ort und Stelle halten. Zudem fungiert wie bereits erwähnt die hochgezogene Ferse wie eine Art Korsett, die dem Fuß einerseits Führung gibt und andererseits die nötige Stabilität verleiht.

Testbericht - Saucony Peregrine 12: Leichter Trailschuh mit energetischem Sohlenkonzept für kürzere Distanzen

Die Passform fällt dank der vorgeformten Einlegesohle, des sockenartigen Aufbaus des Schafts und der oben beschriebenen Eigenschaften des Obermaterials dauerhaft bequem aus. Einzig die Ferse drückt anfangs etwas auf die Achillessehne. Allerdings bestätigt sich die Befürchtung nicht, dass dieser Effekt während des Laufens für Reibung oder für anderweitige Probleme sorgen könnte. Vielmehr überrascht der Peregrine 12 durch geradlinige Führung, energiegeladenes Abrollverhalten und unbelastetes Laufvergnügen. Die Schnürung lässt sich optimal an die individuellen Bedürfnisse anpassen, wobei sich die Schnürsenkel über den auf der Schnürleiste aufgebrachten Gummizug sicher verstauen lassen.

Testbericht - Saucony Peregrine 12: Leichter Trailschuh mit energetischem Sohlenkonzept für kürzere Distanzen

Die leicht vorn aufgebogene und schlank dimensionierte Zwischensohle mit einer Sprenung von gerade einmal 4 Millimeter vermittelt ein ziemlich direktes Laufgefühl mit viel Taktilität, bietet aber dennoch überraschend viel Dämpfung. Dadurch fällt die Kontrolle über den Untergrund während des Laufens zwar durchweg zufriedenstellend aus, ist aber bei weitem nicht so üppig wie bei einem Ultrarunning-Modell. Ergänzt wird das direkte Laufgefühl durch den optimalen Grip des ausgeprägten Stollenprofils. Da die Laufsohle kräftige Stöße allerdings nur bedingt abfangen kann, eignet sich der Peregrine 12 eher für schnelle Trainingseinheiten und mittlere Distanzen. Darüber hinausgehende Entferungen sollte man zumindest als normalgewichtiger Laufsportler eher mit einem anderen Laufschuhmodell angehen. Für kurze Distanzen und knackige Skyruns bietet das neueste Modell von Saucony aber ein angenehm leichtes Schuhwerk mit optimalem Fußklima und super Traktion.

Das Gesamtfazit – die Vor- und Nachteile im Überblick:

Leichgewichtig, superbequem und griffig im Gelände: Der Peregrine 12 von Sacouny bringt alles mit, was es für Himmelstürmer braucht. Wer also auf der Suche nach einem Trailschuh sein sollte, der einerseits maximalen Tragekomfort bietet, aber nicht zu üppig gedämpft ist, der dürfte mit dem Kurzstreckenmodell rundum zufrieden sein. Zwar ist die hochgezogene Ferse anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Kilometern der Eingewöhnung rollt der „Wanderfalke“ sportlich agil und vor allem bequem dahin, ohne allzu sehr ins Gewicht zu fallen.

Testbericht - Saucony Peregrine 12: Leichter Trailschuh mit energetischem Sohlenkonzept für kürzere Distanzen

+ super Passform mit hohem Tragekomfort
+ optimales Fußklima dank Mesh-Obermaterial
+ mit 275 Gramm pro Schuh ziemlich leicht
+ guter Grip dank 5mm Stollenprofil
+ agiles Sohlendesign

– einen Tick zu weit nach oben gezogene Ferse
– verhältnismäßig wenig Dämpfung

Die Details:
Besonderheiten: Anziehschlaufen, Rockplate in der Zwischensohle, Gepolsterter Schuhkragen, teilweise recyceltes Material)
Einsatzgebiet:
Trailrunning, Halbmarathon, Schnelle Trainingsläufe
Material: Obermaterial aus 49% Thermoplastisches Polyurethan (TPU) + 48% Textil und 3% Synthetik, Futter aus 100% Textil, Außensohle aus 92% Gummi + 8% Textil
Sohle: PWRRun Zwischensohle mit PWRTrac Laufsohle und 5 mm Stollen
Sprengung: 4 mm (von 26,5 mm an der Ferse auf 22,5 mm im Vorfuß)
Farben: ViZiGold / ViZiRed; Blue Raz / Acid; Campfire Story
Größe: EU 40 – 49 (US 7-24)
Gewicht: 275 g (550 g pro Paar, bei EU 42)
Preis: 149,95 Euro (UVP)

*Hinweis der Redaktion zur Kennzeichnungspflicht: Die hier getesteten bzw. vorgestellten Produkte wurden uns vom jeweiligen Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt. Über den Produktwert hinaus flossen keine weiteren Zahlungen oder Gegenleistungen. Das Urteil der Redaktion ist dennoch unabhängig und die spezifischen Marken haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte des Testberichts.