Testbericht – Suunto Spark: Superleichte Bluetooth-Kopfhörer im OpenEar-Design und mit inovativer Luftschall-Technologie

von | 28. August 2026 | Highlight, Bergsteigen, Gadgets, Trailrunning

Klassische OverEar-Kopfhörer oder doch lieber moderne InEar-Headphones bzw. Ohrenbügel-Kopfhörer wie die Shokz Open Run? Wer unterewgs nicht auf Musik, Podcasts oder anderweitiges Entertainment verzichten will, kommt an Bluetooth-Kopfhörern längst nicht mehr vorbei. Denn kabelgebundene Headphones haben einen klaren Nachteil: Es mangelt an der nötigen Bewegungsfreiheit. Das gilt erst recht für Aktivitäten, die über das reine Spazierengehen weit hinausgehen.

So kommt es vor allem bei sportlichen Bewegungsabläufen auf ein möglichst minimales Gewicht sowie optimalen Trage- und Bedienkomfort an. Natürlich stehen auch perfekte Klangqualität, maximale Sicherheit und eine möglichst lange Akkulaufzeit im Fokus, wenn es um die Qual der Wahl des gewünschten Modells geht.

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Ähnlich den von uns bereits getesteten Shokz OpenFit Kopfhörern, setzen auch die neuen Suunto Spark auf ein ultraleichtes Konzept mit OpenEar Design und Luftschall-Technologie. Dementsprechend werden die Klänge nicht über die Wangen- bzw. Ohrenknochen übertragen, sondern durch ein hybrides Multi-Treiber-System via Luftschall-Technologie. Wir haben das outdoortaugliche und speziell für Lauf- und Bergsportler:innen entwickelte Gesamtpaket aus sattem Sound, leichtem Design und intelligenten Features für euch getestet.

Suunto Spark: Bluetooth-Kopfhörer mit Kopfgestensteuerung und bis zu 36 Stunden Akku-Laufzeit

Suunto ist eigentlich eher bekannt für seine Outdoor- und Sportuhren. Nun hat der finnische Anbieter sein Portfolio um einen Open-Ear-Sportkopfhörer erweitert und präsentiert nach dem Bügelmodell Suunto Wing mit dem Suunto Spark erstmals ein Modell mit Luftschall-Technologie. Der Bluetooth-Kopfhörer will demnach sowohl Leichtigkeit als auch Tragekomfort und smarte Features in einem dynamischen Gesamtpaket mit satten Sounds vereinen – ohne, dass man dabei die Umgebungsgeräusche ausblendet.

Testbericht - Suunto Spark: Superleichte Bluetooth-Kopfhörer im OpenEar-Design und mit inovativer Luftschall-Technologie

Entwickelt vor allem für aktive Frischluftmenschen, lässt sich der OpenEar-Kopfhörer bequem per Bluetooth in die bestehende Suunto App einbinden, um integrierte Gesundheits- und Trainingsfunktionen nutzen zu können. Zudem lassen sich die Schrittfrequenz, Lauftechnik und Nackenhaltung überwachen, um optimale Trainingsergebnisse zu erzielen. Sei es nun bei einem langen Lauf durch die Berge, einer Radtour durch die Stadt oder auf dem Weg zur Arbeit – der neue Spark passt sich nahtlos an jeden aktiven Lebensstil an.

Ultraleichtes Gewicht von nur 10 Gramm pro Kopfhörer-Einheit

Jeder Ohrhörer wiegt laut Hersteller nur 9 Gramm und soll dank optimaler Passform superleicht am Ohr anliegen. Dafür sorgen neben dem weichen, hautfreundlichen Silikon auch die schlanken, silikonbeschichteten Ohrhaken aus Memory-Titan, die sich den natürlichen Konturen des Ohrs anpassen. Hierfür haben dei Entwickler demnach umfangreiche Scans der Ohrform und Passformtests in den Designprozess mit einfließen lassen. Das Ergebnis soll eine optimale Passorm sowie ein dauerhaft sicherer, druckfreier Sitz sein.

Hohe Akkulaufzeit und IP55-feuchtigkeitsresistent

Dank der Schutzklasse IP55 sind die Kopfhörer-Elemente optimal gegen Staub und Schweiß geschützt, um selbst bei intensiven Trainingseinheiten und bei wechselnden Wetterbedingungen jederzeit zuverlässig zu funktionieren. Damit sich daran auch in puncto Akkulaufzeit nichts ändert, bieten die Li-Ionen-Akkus demnach bis zu sieben Stunden Dauernutzung mit einer einzigen Ladung der Bluetooh-Kopfhörer.

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In Kombination mit dem Ladecase lässt sich der Musikgenuss sogar auf bis zu 36 Stunden ausdehnen. Damit soll sich der Spark als zuverlässiger Begleiter für lange Trainingstage, Reisen und den täglichen Gebrauch erweisen – vom morgendlichen Trainingslauf bis zum nächtlichen Pendeln in den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Starker Sound bei voller Umgebungswahrnehmung

Trotz minimalem Gewicht und schlankem Design soll der Suunto Spark durch ein intensives Klangerlebnis überzeugen, ohne dass dabei die Wahrnehmung der Umgebung eingeschränkt wird. Hierfür sorgt ein hybrides Multi-Treiber-System dafür, dass klare Höhen, ausgewogene Mitten und kraftvolle Bässe erzeugt werden. Gleichzeitig reduziert eine fortschrittliche Geräuschkontrolle die Schallabstrahlung nach außen, während zwei Mikrofone mit integrierter Umgebungsgeräuschunterdrückung eine hohe Sprachqualität beim Telefonieren sicherstellen – selbst in geräuschintensiven Situationen wie beim U-Bahnfahren.

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Damit das Klangerlebnis nicht zu kurz kommt, unterstützen die Kopfhörer Hi-Res-Audio über LHDC 5.0. Dadurch soll nicht nur eine präzisere, sondern auch eine natürlichere Klangwiedergabe ermöglicht werden. Ergänzt wird das alles noch durch Head-Tracking Spatial Audio, das eine dynamische 3D-Klangdimension schafft und sich an die Bewegungen der Nutzenden anpassen soll. Für ultraklaren, hochauflösenden Sound mit bis zu 96 kHz, tiefe Bässe sowie natürliche Klarheit. Individuell anpassbar über die in der Suunto App voreingestellten EQ-Modi oder ein über den Equzalizter individuell erstelles Klangprofil.

Suunto App als Basis für ausgewählte Gesundheits- und Trainingsfunktionen

Der Suunto Spark versteht sich nicht nur als Audiogerät, sondern auch als Trainingsbegleiter: Echtzeitdaten liefern Einblicke in Kadenz, Schrittlänge und Lauftechnik und unterstützen so eine effizientere Bewegungsausführung. In Kombination mit einer Suunto-Uhr ermöglichen Sprachansagen zudem den Zugriff auf zentrale Trainingswerte wie Tempo, Herzfrequenz, Distanz und Rundenzeiten – für ein fokussiertes, freihändiges Training, ohne dass man ständig auf die Sportuhr schielen muss.

So lässt sich über die Suunto App bspw. die Kadenz zwischen 120 und 200 Schritten pro Minute festlegen, um die Laufeffizienz zu verbessern. Hierfür muss der Nutzende nur den Sportmodus aktivieren, um Kadenz, Bodenkontakt und vertikale Bewegung in Echtzeit verfolgen zu können. Darüber hinaus erfasst das in den Kopfhörern integrierte System diverse Parameter zur Nackengesundheit, darunter Beweglichkeit, tägliche Aktivität und Ermüdung. Entsprechende Hinweise unterstützen dabei, die Körperhaltung zu verbessern und Überlastungen vorzubeugen. Neben der Leistungsoptimierung steht damit auch das allgemeine Wohlbefinden im Fokus.

Konnektivität und Gestensteuerung

Für eine reibungslose Integration im Alltag sorgt Bluetooth 5.4, um die Kopfhörer mit gleich zwei Geräten verbinden zu können. Die „Find My Spark“-Funktion über die Suunto App erleichtern zudem den Umgang mit Musik, Anrufen und Trainingsdaten. Ergänzt wird dies durch intuitive Steuerungsmöglichkeiten wie Kopfgesten und Touch-Bedienung.

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So lässt sich über die Suunto-App einstellen, ob man die OpenEar-Kopfhörer lieber mit den Fingern oder über Kopfbewegungen steuern will. So kann man wahlweise durch Antippen der beiden Kopfhörer-Elemente Anrufe annehmen, Titel skippen oder eigene Funktionen definieren. Alternativ kann man aber auch durch Nicken oder Kopfschütteln entsprechende Funktionen auslösen.

Das af-Testurteil von Veit: ultraleichte InEar-Kopfhörer mit klaren Defiziten bei Klangqualität und Bedienungsfreundlichkeit

Nachdem wir nun die InEar-Lösung SkullCandy Push Active True Wireless Earbuds, mit dem Shokz Open Run Pro mit Knochenschall-Technologie eine Bügel-Variante und mit dem Shokz Open Run Pro ein OpenEar-Design-Modell getestet haben, würden wir uns fast als Headphone-Profis bezeichnen. Dementsprechend vorgeprägt, haben wir uns den neuen Suunto Spark über die Ohren gezogen. Allerdings kam die Ernüchterung trotz hoher Materialqualität und des ultraleichten Designs leider schneller als gedacht.

Design, Komfort und Akkulaufzeit:

Keine Frage, das ultraleichte OpenEar-Design des Spark ist mega. Einmal über die Ohrenmuscheln gehängt, sind sie kaum noch zu spüren. Allerdings ist die Passform nicht zu 100% überzeugend. Entweder lag es an meiner individuellen Ohrform oder vielleicht muss man sich die Kofphörer doch noch irgendwie zurechtbiegen – was bei Titan ja schwer möglich sein sollte. Jedenfalls lagen die Kopfhörer nicht optimal am Ohr an und hingen leicht in der Luft. Wodurch sie immer etwas Spiel hatten und bei intensiven Bewegungen bei mir stets „klapperten“.

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Haptisch wie optisch braucht man den Suunto Sparks keinen Vorwurf machen. Man merkt, dass Suunto-typische Qualität auf der Hand liegt bzw. am Ohr hängt. Das macht sich auch bei der Akkulaufzeit bemerkbar. Einmal aufgeladen, dauert es locker mehr als 7 Stunden, bis die einzelnen Kopfhörer-Elemente ihren Geist aufgeben. Erst recht, wenn man sie regelmäßig in das Ladecase stopft. Dementsprechend hatte ich die Sparks locker einen Monat im Einsatz, ohne dass ich das Ladecase zwischendurch aufladen hätte müssen.

Klangqualität und Funktionen:

Gerade bei InEear-Kopfhörern hat mich immer gestört, dass man relativ wenig von der Außenwelt mitbekommt. Mit den OpenEar-Designs hat sich das kolossal verändert. Endlich bekommt man die Natur mit, obwohl der Lieblingssound im Hintergrund läuft. Dadurch entsteht ein wunderbar immersiver Effekt und die Musik wird quasi fester Bestandteil der Umgebung. Ein kleiner Nachteil der OpenEar-Technologie ist allerdings auch, dass man sich weniger von der Außenwelt abschotten kann. Wodurch man je nach Geräuschkulisse mal mehr und mal weniger gut hört. Aber die Sicherheit geht definitiv vor.

Testbericht - Suunto Spark: Superleichte Bluetooth-Kopfhörer im OpenEar-Design und mit inovativer Luftschall-Technologie

Beim Suunto Spark fällt dabei allerdings immer wieder auf, dass das Klangerlebnis bzw. der Klangteppich an den einzelnen Ohren immer wieder unterbrochen wird. Vermutlich liegt das am besagten „Klappern“, da der Luftschall in dem Fall nicht gezielt das Ohr erreicht, sondern in die falsche Richtung wandert. Dadurch fällt das 3D-Klangerlebnis eher mau und teils recht dünn aus. Vor allem der Stereo-Sound leidet enorm. 

Zwar begrüße ich generell das Wegfallen von piepselig kleinen Druckbuttons, die wie beim Shokz Open Run Pro irgendwann klemmen oder ausgeleiert sind. Doch die Gestensteuerung bzw. Steuerung über das touchsensible Gehäuse der einzelnen Kopfhörer-Elemente reagiert für meinen Geschmack viel zu sensibel und ist mitunter auch nicht intuitiv genug. Vor allem die Gestensteuerung eignet sich für aktive Trainingseinheiten leider gar nicht. Denn bei jeder Kopfbewegung skippt der Kopfhörer munter durch die Titel, stoppt einfach oder startet einen Anruf. Darauf weist der Hersteller aber auch hin.

Unser Gesamtfazit zu den SUUNTO Spark – die Stärken und Schwächen im Überblick:

Zugegeben, wir waren schon sehr gespannt auf den neuen Suunto Spark: Doch die Bluetooth-Kopfhörer konnten uns trotz einer Vielzahl an Vorteilen am Ende nicht wirklich überzeugen. Zwar sind die OpenEar-Headphones enorm leicht, verfügen über eine ordentliche Akku-Laufzeit und überzeugen durch hohen Tragekomfort. Doch was nützt das alles, wenn das Klangerlebnis und die Bedienbarkeit dabei zu kurz kommt.

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Zumindest in unserem Fall sorgten bewegungsintensive Aktivitäten dafür, dass der Klang enorm gelitten hat. Ebenso die überaus sensible Bedienung sorgte im vollen Lauf nicht selten für Unzufriedenheit, da die Kopfhörer mitunter allzu schnell reagierten – sei es durch Antippen oder Kopfneigen. Das können leider auch die problemlose Einbindung in die Sunnto-App und die dort verfügbaren Einstellungsmöglichkeiten bzw. Features nicht mehr wirklich ausgleichen.

Daher können wir die Suunto Spark in der jetzigen Form nur jenen empfehlen, bei denen die Headphones optimal am Kopf anliegen und die sich mit der Bedienbarkeit arrangieren. Wir greifen dann doch lieber zur Bügelvariante in Form des Suunto Wing oder des von uns ebenfalls getesteten Shokz Open Run Pro mit Knochenschall-Technologie. Die kommen allesamt zwar schwerer daher, bieten dafür aber deutlich satteren Sound – auch wenn deren Druckknöpfe eine Sollbruchstelle darstellen und die Akkulaufzeit deutlich kürzer ausfällt. 

+ angenehmer Tragekomfort
+ ultraleichtes OpenEar-Design
+ erhöhte Sicherheit durch Wahrnehmung der Umgebungsgeräusche
+ Telefongespräche führen trotz Musikgenuss problemlos möglich
+ integriertes Mikro für Telefongespräche
+ sehr lange Akku-Laufzeit
+ praktisches Case zur Aufbewahrung
+ hohe Qualität
+ gute Einbindung in die Suunto App

– kein überzeugendes Klangerlebnis
– Touchfunktion und Gestensteuerung sehr gewöhnungsbedürftig

Suunto Spark – die Details und technischen Infos:

Besonderheiten: Hi-Res-Audio mit LHDC 5.0, IP55 schweißfest (gegen Spritzwasser, nicht fürs Schwimmen geeignet), Duales Mikrofon mit Geräuschunterdrückung, inkl. Aufbewahrungsbox (Ladecase)
Akkulaufzeit: 7 Stunden mit einer Ladung und bis zu 36 Stunden inkl. Ladecase
Ladedauer: wiederaufladbarer Li-Ionen-Akku, Headphones:≤60m; Charging case:≤100m
Maße: 67,7 x 68 x 25,8 mm
Bluetooth-Version: Bluetooth® 5.4 mit einer Reichweite von bis zu 10 Metern
Material: Silikon-beschichtetes Titan
Farben: Black, White und Coral Orange
Gewicht: ca. 10 g (pro Ohrhörer, Ladecase: ca. 58 g)
Preis: 149,95 Euro (UVP)


*Hinweis der Redaktion zur Kennzeichnungspflicht: Die hier getesteten bzw. vorgestellten Produkte wurden uns vom jeweiligen Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt. Über den Produktwert hinaus flossen keine weiteren Zahlungen oder Gegenleistungen. Das Urteil der Redaktion ist unabhängig und die spezifischen Marken haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte des Testberichts.